Draw Poker
Wer die guten alten Filme aus der Zeit des Wilden Westen kennt, wird sicherlich auch schon einmal in Berührung mit Draw Poker gekommen sein, vor der Einführung der vielen modernen Pokervarianten war und ist Draw Poker sicherlich die bekannteste Pokervariante, wobei man bedenken sollte, das Draw Poker nicht mehr sehr oft in Casinos zum Spiel angeboten wird – da andere Pokerspiele hier Draw Poker den Rang abgelaufen haben. Das Spiel kann mit bis zu sieben Spielern gespielt werden und wird mit einem französischen Kartenspiel zu 52 Karten gespielt. Vor dem eigentlich Beginn des Spiels werden, solange Karten ausgegeben bis einer der Spieler einen Buben erhält, dieser Spieler ist dann der erste Geber, nach dem Ende der ersten Runde wechselt das Prinzip dann im Uhrzeigersinn, sodass jeder einmal den Geber mimt. Vor dem Spielstart ist jeder Mitspieler gezwungen einen festgeschriebenen Einsatz (Ante) in den gemeinsamen Spieltopf zu investieren. Danach beginnt die Austeilphase, jeder Spieler erhält einzeln fünf Karten, die er vor den anderen Spielern verdeckt hält. Nun geht es darum, dass man mit seinen Karten entweder die höchste Kombination an Karten hält, oder zum anderen durch geschicktes taktieren, die anderen Spieler dazu bewegt aus dem Spiel auszusteigen, obwohl das eigene Blatt minderwertig ist. Nun beginnt das eigentliche Spiel, der Spieler links vom Geber steht nun die Entscheidung frei weiter zu setzen, oder durch einen check das Spiel ohne erhöhten Einsatz weiterzuspielen. Normalerweise besteht die Möglichkeit einer dreifachen Erhöhung in dieser ersten Wettrunde. Nach dem nun diese Runde abgeschlossen ist, besteht die Möglichkeit das die Spieler bis zu vier Karten von ihren Karten verdeckt ablegen und aus dem Kartenstapel eine gleiche Anzahl neuer Karten erhalten. Dabei sind diese abgelegten Karten aber nun vollständig aus dem Spiel und können auch nicht mehr aufgenommen werden. Dies kann höchstens in dem Fall passieren, wenn die Anzahl der im Stapel verbleibenden Karten nicht ausreicht, um allen Spielern ihre Kartenwünsche zu erfüllen, in diesem Fall werden die abgeworfenen Karten gemischt und entsprechend neu ausgeteilt. Hier gilt noch die Sonderregelung, dass die letzte Karte auf dem Stapel nicht abgelegt werden darf, sondern wieder neu beigemischt wird. So soll verhindert werden, dass die letzte Karte auf einem Stapel von einem der Spieler durch nicht sachgerechtes Mischen erkannt wurde. Nach dieser Phase besteht wieder eine Möglichkeit weiter zu setzen, sofern man mit seinem Blatt zufrieden ist, oder versuchen möchte über den Weg des Bluffen. Hier ist es meistens das Talent, dass dazu führt das Spieler mit einem besseren Blatt aussteigen, da man ihnen mit hohen Erhöhung anzeigt, dass man ein sehr starkes Blatt auf der Hand hält, was natürlich nicht den Tatsachen entspricht. Sollten aber zu diesem Zeitpunkt noch Spieler im Spiel sein, kommt es zum sogenannten Show Down – hier ist nun der Spieler aufgefordert seine Karten offen zulegen, der als letztes erhöht hat bzw. von dem die letzte Aktion ausgegangen ist. Nun können nach und nach noch alle am Spiel beteiligten Spieler ihrer Karten aufdecken und gucken, welches Blatt das stärkste ist und somit die Gewinne einstreicht. Sollte es sich um einen Gleichstand der Kombinationen handeln, wird der Gewinn an diese beiden Spieler geteilt. In einigen Spielvarianten des Draw Poker gilt, dass man zu Beginn des Spiels nur agieren darf, sprich setzen – wenn man auf der Hand mindestens zwei Buben hält, dieses Jack pots muss zumindest am Ende des Spieles auch nachgewiesen werden, da es sich sonst um eine illegale Eröffnung handeln würde. Sollte kein Spieler in der Lage sein, dass Spiel auf diese Weise zu eröffnen werden die Karten wieder eingezogen und eine neue Runde beginnt mit entsprechenden Grundeinsätzen.


